Im vergangenen Jahr verkündete der Vereinsvorsitzende Thomas Müller, dass erstmalig die 4000-Mitglieder-Marke geknackt wurde. Fast genau ein Jahr später kann der Verein einen erneuten Mitgliederhöchststand vermelden. Zum 1. Januar verzeichnet der Verein insgesamt 4.202 Mitglieder. Die Vereinsführung um Thomas Müller und Martin Klein blickte daher beim diesjährigen Jahresempfang in der Mensa der Internationalen Gesamtschule Heidelberg sehr positiv auf das abgelaufene Jahr zurück. Verantwortlich für das Rekordhoch sind zum einen die zeitgemäßen Strukturen, sowie das attraktive Vereinsangebot und zum anderen die Menschen, die tagtäglich für ihren Verein arbeiten und kämpfen. „Bei uns ziehen alle gemeinsam an einem Strang. Die vielen hochmotivierten Übungsleiter und Helfer, die ehrenamtlichen Mitarbeitenden in den Abteilungen und den Vereinsgremien, sowie zu guter Letzt unser hauptamtliches Personal machen uns so erfolgreich“, so Müller.
Um dieses Niveau auch zukünftig zu halten, sind enorme Anstrengungen in Sachen Vereinsinfrastruktur notwendig. Konkrete Planungen für den Neubau eines Kunstrasenkleinspielfeldes stehen in diesem Jahr auf der Agenda. Martin Klein, der im Tandem mit Thomas Müller die Ansprache hielt, richtete einen Blick auf die Finanzen. Die Stadt Heidelberg wird auch in den kommenden Jahren den Gürtel enger schnallen müssen. Die Zuschüsse werden sich daher weiter deutlich verringern, bei Investitionen sogar weitgehend ausbleiben. Zusätzlich werden die erhöhten Hallennutzungsentgelte ab 2026 bei den Vereinen zu Buche schlagen. „Dadurch müssen wir selbst gut haushalten. Wir müssen Mittel und kreative Wege finden, um hier entgegenzuwirken“, so Klein.
Der Neujahrstalk zum Thema „Unterstützung der Sportvereine trotz knapper Kassen“ brachte viel Abwechslung in das Sonntagmorgenprogramm. Thomas Jung (Amt für Sport und Gesundheitsförderung), Dr. Peter Schlör (Sportkreis Heidelberg), Wolfgang Erichson (Bürgermeister a.D.) und Thomas Müller sprachen kurzweilig über die Stadtfinanzen, alternative Finanzierungsmöglichkeiten, Bürokratieabbau und Forderungen der Vereine. Der wortgewandte und sachkundige Moderator Frank Schuhmacher kitzelte dabei die Teilnehmer mit strukturierten Fragen gekonnt aus der Reserve. Die Forderungen und Wünsche seitens der TSG Rohrbach wurden klar, verständlich und deutlich adressiert. Auf das städtische Haushaltsdefizit hat man bekanntlich wenig Einfluss, dennoch sollten Vereinsprojekte schneller und unbürokratisch, z. B. bei der Stellung und Einreichung von Bauanträgen, unterstützt werden. Stadtverwaltung und Verein sollten den Fokus darauf richten, gemeinsam an einen Strang zu ziehen und dabei auch versuchen, neue Wege zu gehen. Denn jeder Euro, den Vereine in die Sportinfrastruktur investieren, ist auch gleichzeitig eine Investition in die Stadtentwicklung und schont den angespannten Haushalt.




